Bad-Trends

Das Bad ist zum Lebensraum geworden. Es dient nicht länger nur der Reinigung, sondern auch der Entspannung und dem Genuss. Bei der Badgestaltung stehen daher heute der Nutzer und seine Tätigkeiten im Vordergrund. Das Bad wird nicht mehr nur mit funktionalen Sanitärteilen ausgestattet, sondern nach einem Raumkonzept mit einzelnen Elementen möbliert. Dabei hat die Flexibilität naturgemäß Grenzen, denn die Sanitärelemente benötigen nach wie vor einen Wasseranschluss. Sie werden allerdings nicht an der Wand entlang aufgereiht, vielmehr wird der Raum in einzelne Zonen gegliedert und unterteilt.

Analog zur rasanten Entwicklung der Badgestaltung hat sich auch der Stil von Fliesen in den letzten Jahren grundlegend geändert. Weiterentwickelte und neue Produktionstechniken haben zu einem Innovationsschub geführt. Immer häufiger werden heute Wände und Boden mit dem gleichen Material – Feinsteinzeug – belegt. Das kommt dem Wunsch nach einer großzügigen Gestaltung insbesondere in kleinen Räumen nach. Allgemein wird der flächige Charakter betont, unterstützt durch meist rechteckige Fliesen in sehr großen Formaten und mit schmalen Fugen.

Hier finden Sie Auszüge aus dem Buch Praxis-Handbuch Badmodernisierung von Birgit Hansen. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Wohnlichkeit

Wohnlichkeit ist der Megatrend, ihm ordnen sich alle anderen Trends unter. Dabei spielen die Badmöbel eine wichtige Rolle. Modular aufgebaute Programme können individuell zusammengestellt und so auf unterschiedliche Badtypen und Nutzerbedürfnisse abgestimmt werden. Die Elemente dienen als Stauraum, Ablage, oder Sitzfläche und werden in verschiedenen Holzoberflächen oder farbigen Lackierungen angeboten. Zusammen mit Wanne und Waschtisch bilden sie eine wohnliche Badlandschaft. Und sogar Wannen werden wohnlich: mit einem wasser- und klimaresistenten Stoff bezogen wirken sie fast wie ein Sofa.

Wohnlichkeit
Wohnlichkeit


Healthness

Das Bad wird mehr und mehr zur Zentrale für das private Gesundheitsmanagement. In Zukunft ermittelt das Dusch-WC nicht nur das Körpergewicht, sondern nimmt auch eine Urin-Probe. Daraus werden der Glukose-Gehalt, eventuelle Entzündungswerte, aber auch der Hormonspiegel bestimmt. So kann das WC bei der Familienplanung helfen. Bei Bedarf können alle Werte online an den Hausarzt geschickt werden. Ausgehend von diesen Daten, sowie den aktuellen Werten des Fitness-Trackers, werden über den Monitor im Spiegel zum körperlichen Zustand passende Fitness-Videos oder Ernährungshinweise eingespielt. Das Bad gibt dem Nutzer aber auch Bewältigungsstrategien zur Stressreduktion an die Hand. Abgestimmt auf seinen persönlichen Biorhythmus, werden beispielsweise Entspannungs- oder Yogaübungen vorgeschlagen.

Healthness
Healthness


Wellness

Zum privaten Spa-Bereich gehört eine Sauna oder Dampfdusche. Diese wird zunehmend im Bad eingebaut. Durch neue Gestaltungsmöglichkeiten für Saunas, vor allem bei den Außenverkleidungen, lässt sich eine Sauna heute in jedes Ambiente integrieren. Dazu trägt eine sehr kompakte, teilweise modulare Bauweise bei. Kompaktmodelle bieten bereits auf einer Grundfläche von 117 x 117 cm Platz für 1-2 Personen. Auch eine Sauna zum Ausziehen ist auf dem Markt, sie hat eingeschoben lediglich eine Tiefe von 60 cm. Auf Knopfdruck lässt sie sich auf eine Tiefe von 160 cm ausfahren.

Multifunktionsduschen bieten neben der Duschfunktion auch die Nutzung als Dampfdusche an. Kompakte Modelle werden bereits ab einer Größe von 100 × 100 cm angeboten.

Wellness
Wellness


Fliesen-Trends

In den letzten Jahren ist eine große Zahl neuer Formate auf den Markt gekommen, vor allem immer größere Fliesen. Ein Format von 60 cm x 120 cm ist heute schon fast Standard und selbst Größen bis 150 cm x 300 cm werden angeboten.

Mit Feinsteinzeug lassen sich zahlreiche Materialien nachahmen und interpretieren. Die Vorteile gegenüber dem Originalmaterial sind – neben dem oft niedrigeren Preis – die größere Strapazierfähigkeit und Pflegeleichtigkeit sowie die leichtere Verarbeitung.

Natursteinnachbildungen sind im verlegten Zustand vom Original nicht mehr zu unterscheiden. Hier werden Marmordekore immer beliebter.

Feinsteinzeug in Holzoptik kommt dem Wunsch nach Wohnlichkeit bei gleichzeitiger Strapazierfähigkeit entgegen. Auch diese Nachbildungen werden mit matten Oberflächen und fühlbarer Holzstruktur immer perfekter, der Unterschied zur Original ist fast nur noch am Klang erkennbar.

“Alt” wirkende Beton-, Zement- und Rostoptiken bringen den aktuellen Vintage-Stil ins Bad.

Fliesen in Natursteinoptik
Fliesen in Natursteinoptik


Fliesen in Holzoptik
Fliesen in Holzoptik


Alternative Materialien

Die gefliesten Flächen im Bad werden immer kleiner und auf die unbedingt notwendigen Bereiche beschränkt. Zahlreiche Alternativen zu Fliesen, hier vor allem Holz und Naturstein, aber auch klassische Handwerkstechniken wie Tadelakt, halten (wieder) Einzug ins Bad. Neue Möglichkeiten der individuellen Gestaltung bieten Materialien wie Quarzwerkstoff und Mineralwerkstoff. Auch Glas in allen Varianten vom kleinen Glasmosaik über Glasfliesen bis hin zu großformatigen Wandverkleidungen schafft neue Optiken. Mittels Digitaldruck lassen sich individuelle Motive auf Fliesen oder Glas drucken. Und nicht zuletzt sorgen Nano-Beschichtungen für leichte Reinigung und Hygiene im Bad.

Eine – ständig wachsende – Anzahl von Materialien für´s Bad finden Sie hier

Alternatives Material Steinteppich
Alternatives Material Steinteppich


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